Die Vererbung eines Bitcoins ist aufgrund der zusammenwirkenden rechtlichen, technischen sowie praktischen Dimensionen ein vertracktes Unikum. Der Autor erläutert den Stand der herrschenden Lehre wie auch aktuelle gesetzgeberische Entwicklungen. Anschliessend widmet sich der Beitrag dem noch weitestgehend unerforscht gebliebenen Bitcoin als Vermächtnisobjekt. Ein rechtsvergleichender Kontext bleibt durchwegs gewahrt.
Zusammenfassung Zielsetzung Welche Potenziale bietet die Blockchain-Technologie zur Verbesserung des Gesundheitswesens? Anhand eines konkreten Anwendungskonzepts zur Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung auf Basis von Blockchain und Smart-Contracts wird diese Fragestellung beleuchtet. Methodik Ausgangspunkt stellt der bisherige papierbasierte AU-Prozess inklusive der gesetzlichen Grundlagen dar, um daraufhin die Lösung auf Blockchain-Basis vorzustellen und dabei die Besonderheiten sowie den Mehrwert gegenüber herkömmlichen technologischen Ansätzen herauszuarbeiten. Ergebnisse Eine Umsetzung der AU auf Blockchain-Basis besitzt das Potenzial und gleichzeitig die Herausforderung insgesamt über 43 Millionen Ärzte, Arbeitgeber, Krankenkassen und Versicherte in Echtzeit miteinander zu vernetzten. Dies eliminiert nicht nur sämtliche Medienbrüche und bietet enorme Einsparpotenziale durch reduzierte Transaktionskosten. Der digitale Prozess kann zudem der hohen Papier- und Ressourcenverschwendung entgegenwirken und verhindert durch dezentrale Datenhaltung den Streit um die Datenhoheit. Zudem stellen Smart-Contracts die Authentizität und AU-Echtheit automatisch sicher, sodass Manipulationen praktisch ausgeschlossen werden. Schlussfolgerung Das vorgestellte Anwendungskonzept bietet enorme Potenziale zur Digitalisierung des Gesundheitswesens als auch zur Schonung der Umwelt und sollte daher vorangetrieben werden. Die Umsetzung des Blockchain-Konzepts und die damit verbundene Integration der Prozessbeteiligten ermöglicht darüber hinaus die Anknüpfung analoger papierbasierter Prozesse und trägt somit wesentlich zum Bürokratieabbau im Gesundheitswesen bei.
Dieser Beitrag untersucht die Einwilligung im Kontext der Humanforschung und zeigt auf, welche Gesetzesänderungen notwendig sind, um die Grundlagen für ein elektronisches Einwilligungsverfahren zu schaffen. Anhand der Funktionen der einzelnen Merkmale der Schriftlichkeit wird ein aktuelles prototypisches Verfahren und die Möglichkeiten der Distributed-Ledger-Technologie geprüft.
Blockchain-Technologie und auf ihr basierende Smart Contracts erfahren aktuell große Aufmerksamkeit. Egal ob Finanztransaktionen, eHealth oder eGovernment, für zahlreiche Anwendungsfelder wird der Einsatz von Blockchain-Technologie in Betracht gezogen. In jüngster Zeit mehren sich jedoch auch kritische Stimmen, die die kryptographischen und Konsens-Prinzipien dieser Technologie für unvereinbar mit der Verarbeitung personenbezogener Daten und somit den Grundsätzen des Datenschutzrechts halten. Ziel dieses Beitrags ist es, die Eignung verschiedener Blockchain-Technologien für die Erfüllung der Grundsätze für die Verarbeitung personenbezogener Daten gemäß Artikel 5 der EU Datenschutzgrundverordnung wie u.a. Rechenschaftspflicht, Speicherbegrenzung und Betroffenenrechten zu analysieren.
Kryptographische Wahrungen, insbesondere die Wahrungseinheit Bitcoin, geraten zunehmend in den Fokus strafrechtlicher Betrachtung. Die Moglichkeit weltweiten Einsatzes und unkomplizierter Ubertragbarkeit ohne Einschaltung einer Zentral- oder Kontrollinstanz lasst die Nutzung von Bitcoins auch fur Straftater attraktiv erscheinen. Die Strafverfolgungsbehorden stehen indes vor neuen Herausforderungen, unter anderem im Bereich der Vermogensabschopfung. Zur Beantwortung der Frage, wie strafprozessual eine Beschlagnahme von aus einer Straftat erlangten Bitcoins oder eine Pfandung aufgrund eines dinglichen Arrestes von im Legalvermogen eines Betroffenen aufgefundenen Bitcoins vorgenommen werden konnen, erlautert der Beitrag die technische Ausgestaltung und zivilrechtliche Einordnung von Bitcoins, um auf dieser Grundlage die Zwangsmasnahmen der §§ 111b ff. StPO zu prufen.
The health care system of the Federal Republic of Germany relies on the private sector for the financing, delivery, and payment of care. However, the private sector is regulated by the government to ensure that broad societal interests are being fulfilled. The system has managed to achieve comprehensive coverage and equal access for all citizens, freedom of choice for patients, high-quality medical care, and cost containment. The reason for this success is a combination of decentralized power and decision making and the establishment of an effective negotiation system that takes place at federal, state, and local levels. The system suffers from some problems, however, which will have to be addressed: the present structuring of hospital and ambulatory care results in excessively long lengths of stay in hospital; drugs are overprescribed; the supply of health professionals does not meet the country's needs; more nursing homes are needed; and eastern Germany must be fully integrated into the system.