Contracts represent the most advanced and least explored frontier of public sector digitisation policies. Smart contracts, totally or partially self-executive contracts operating in the blockchain ecosystem, already widely used in the private sector, received, in Italy, at the beginning of 2019, regulatory coverage, ensure high standards of efficiency and allow to contain the phenomena of maladministration. Contractual automation is close, on the legal level, to the provisional one, but it preserves some irreducible peculiarities as well as specific limits, such as the tendential incompleteness of the negotiation regulations, which can, however, be remedied by exploiting the most recent innovations in the field of artificial intelligence.
Die längst überfällige Neugestaltung des europäischen Stromnetzes erfordert eine Aufteilung der Hauptenergiepools in kleinere und regionale Energieerzeuger. Die Vor-Ort-Produktion von erneubaren Energie kann einen positiven Beitrag zur Entlastung der Stromnetze leisten und damit die Netzstabilität erhöhen und die Kosten senken. Darüber hinaus ermutigen blockchainbasierte Smart Contracts Prosumer dazu, sich über das Peer-to-Peer-Netzwerk am direkten Handel zu beteiligen. Die dadurch geschaffene Transparenz eliminiert Intermediäre, erhöht die Entscheidungsfreiheit der User und verringert die Marktmacht der Hauptanbieter. Mit den passenden regulatorischen Maßnahmen kann diese Transformation beschleunigt und vorangetrieben werden. All dies kann eine breitere Beteiligung an der Ökostromerzeugung erleichtern und zu einem nachhaltigeren Stromnetz beitragen.
Die technologische Grundlage für Bitcoin & Co, Initial Coin oder Token offerings, nämlich die Blockchain-Technologie, weist enormes Potenzial auch für Emissionen von Wertrechten am Kapitalmarkt auf. Insbesondere der Einsatz der Blockchain-Technologie und das dahinterstehende Konzept eines verteilten Registers – die Distributed Ledger Technology (DLT) zur Digitalisierung von Wertpapieren wird als einer der wichtigsten Anwendungsbereiche erachtet. Dabei soll eine gänzliche Transformation von Wertpapieren zu den durch eine Registereintragung geschaffenen und übertragbaren Wertrechten stattfinden. Das Vertrauen in zentrale Akteure wird durch das Vertrauen in ein Netzwerk ersetzt, das auf gemeinsame Regeln und Konsens basiert („Code of Law“). Auf diese Weise werden Transaktionen zwischen Individuen ermöglicht, welche nicht durch Dritte beeinflusst, aber trotzdem je nach der jeweiligen Konzipierung von Dritten im gewünschten Maß kontrolliert werden. Im gegenständlichen Aufsatz wird das Hauptaugenmerk auf die rechtlichen und technischen Anforderungen an ein solches Wertrechteregister und an die registerführende Stelle gelegt sowie die integrierten Bestandteile einer Blockchain, wie etwa Hashwerte, die Verteilung des Registers auf mehrere Teilnehmer und die Mechanismen zur Authentifizierung von Transaktionen erörtert. Die Schaffung von gesetzlichen Rahmenbedingungen für die Digitalisierung des Kapitalmarkts ist ein europaweites Phänomen. Dabei nehmen Liechtenstein und die Schweiz eine Vorreiterrolle ein und haben bereits Gesetzesvorhaben veröffentlicht, wobei das liechtensteinische Blockchain-Gesetz umfassende Rahmenbedingungen für Blockchain-Produkte vorsieht. Auch der deutsche Gesetzgeber hat seine Absichten zur Schaffung einer elektronischen Schuldverschreibung in einem Eckpunktepapier des BMJV und des BMF dargelegt. Darüber hinaus verabschiedete der Deutsche Bundestag am 29.11.2019 mit dem geplanten Gesetz zur Umsetzung der neuen EU-Geldwäscherichtlinie einen Gesetzentwurf, der Banken das Angebot und die Verwahrung von Kryptowährungen erlauben soll. Auch das französische Parlament hat am 11.04.2019 den Aktionsplan PACTE verabschiedet, der eine freiwillige Zertifizierung sowohl für die Herausgabe als auch für den Handel mit Kryptowährungen durch die französische Marktaufsichtsbehörde vorsieht. Zuletzt gehen die Bemühungen des österreichischen Gesetzgebers durch die Einsetzung einer Untergruppe des FinTech Beirats in die gänzliche Transformation von Wertpapieren zu Wertrechten. Ziel dieses Aufsatzes ist nicht die Entwicklung des Wertpapierrechts iSd Dematerialisierung von Wertpapieren darzustellen oder für einen gänzlichen Umstieg auf Wertrechten zu plädieren; vielmehr werden Wertrechte vorausgesetzt und deren digitale Emission behandelt. In dem Aufsatz über „die Schaffung und übertragung von Wertrechten via Blockchain-Technologie“ wurde bereits das Erfordernis einer positivrechtlichen Verankerung als Sache iSd § 285 ABGB von Wertrechten thematisiert, damit die sachenrechtlichen Grundsätze auch bei Wertrechten angewendet werden können.
Carla Fabela Reyes, Nelson Maria Rosário, Rachel Cannon, Richard Tall
The most disruptive technology to emerge in the past decade, blockchain technology has had an immediate impact on the legal industry to address the new issues that blockchain, cryptocurrencies, and distributed ledger technologies present. This panel provides an overview of blockchain technology, including current and potential applications, and discusses how blockchain intersects with various sectors of the law. The panelists define this new technology, identify potential legal challenges ahead, and explain how new and seasoned attorneys can engage in this emerging area.
This chapter examines in the first place the formation of (blockchain-based) smart contracts. The term “smart contract” is used to refer to software programs that are often (but not necessarily) built on blockchain technology as a set of promises, specified in digital form, including protocols within which the parties perform on these promises. It is regularly said that smart contracts are neither legal contracts in the traditional sense nor are they smart and that the term therefore is a misnomer. The crucial question this chapter is trying to answer is whether the traditional (Common Law) concept of contract formation is seriously challenged by the rise of smart contracts. So are smart contracts the end of contract formation as we know it, or is it at the end just much ado about nothing? And if contract law is in principle fit for the formation of smart contracts, do they have features which do challenge the traditional contract law, and if yes what are those features? These are some of the questions this contribution is trying to answer.
Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit zivilrechtlichen Fragen in Bezug auf Smart Contracts, die auf einer Blockchain ausgeführt werden. Dabei stehen im Mittelpunkt der Darstellung die Rechtsnatur, das Zustandekommen, die Rückabwicklung der Smart Contracts sowie ihre mit AGB-recht sowie Gewährleistungsrecht verbundenen Probleme. Bei den Smart Contracts geht es um eine Kategorie von Computerprogrammen, durch die eine Leistungserbringung vorprogrammiert wird. Somit handelt es sich nicht um einen Rechtsbegriff. Blockchain ist eine Kette chronologisch aneinandergereihter blocks, die Transaktionen der nodes enthalten. Dieses dezentrale Datenregister kann aber nicht nachträglich verändert werden. Die Besonderheit, die Unveränderbarkeit der Blockchain, weist dabei aus zivilrechtlicher Sicht erhebliches Konfliktpotenzial auf, das auf die Divergenz zwischen den Datenblöcken und wirklicher Rechtszuständigkeit beruht. Als Lösung bietet es sich zum einen an, mit einer fiktiven Gegentransaktion auszugleichen. Zum anderen wird es vorgeschlagen, bei der Gestaltung der Smart Contracts eine Funktion zur Rückabwicklung zu beinhalten. Neben der Lösung dieses wesentlichen konzeptionellen Problems ist es noch für die Anwendung von Smart Contracts notwendig, die mit ihrer Implementierung zusammenhängende Technologie wie Internet der Dinge, künstliche Intelligenz usw. zu entwickeln.
As noted above (see for example paras. 38 to 40), business registration can be implemented through many different organizational tools that vary according to jurisdiction. States embarking on a reform process to simplify registration will have to identify the most appropriate and efficient solutions to deliver the service, given the prevailing domestic conditions. Regardless of the approach chosen by the State, aspects such as the general legal and institutional framework affecting business registration, the legal foundation and accountability of the entities mandated to operate the system and the budget needed by such entities should be carefully taken into account. Reform efforts rely to different extents on a core set of tools, including: the use of technology; the establishment of a one-stop shop; and interconnectivity between the different authorities involved in the registration process (with the possible adoption of a unique identifer). States should also ensure that their reform efforts do not inadvertently exclude the adoption of emerging technologies that might further improve the operation of the business registry (e.g. the use of distributed ledger technology).
Digitalization revolutionizes all legal areas, including corporate law. The article deals with different impacts of digitalization on communication schemes in corporations, such as virtual general assemblies or communication patterns in board of directors, also encompassing communication with third parties, namely investors. The legal framework for these communication patterns refer not only to corporate but also to media regulations, data protections, as well as capital market law. Digitalization also has an impact on liability of directors: As Big Data and new algorithms improve the information base for decision making of directors they are at the same time obliged to make use of it. On the other hand, IT-security has become one of the main tasks for directors as digitalization of all work flows in enterprises requires necessary IT-security standards in order to avoid existential risks in case of attacks. Furthermore, Blockchain as a new technology enables the secure identification of all kind of transactions, including automatized contracts (so-called smart contracts) which could enhance procedures in corporations. New problems arise concerning the use of Blockchain as an investment form such as DAO Ethereum. Finally, the phenomenon of close cooperation between different partners by using digital work flows and semi-intelligent agents (so-called industry 4.0) is discussed.
Smart Contracts lassen sich als automatisierbare, durchsetzbare digitale Abbildungen von Obligationen umschreiben, welche mittels Blockchain-Technologie einen automatischen Erfullungsprozess vorsehen. In diesem Beitrag werden potenzielle Anwendungsbereiche von Smart Contracts besprochen, zu denen insbesondere standardisierbare, langerfristige Geschaftsbeziehungen oder die Abwicklung von Kaufvertragen gehoren. Die Technologie, auf der Smart Contracts basieren, birgt dabei gewisse rechtliche Herausforderungen. Smart Contracts dienen als Erganzung zur Standardisierung bestehender Vertragsverhaltnisse und rufen daher nur wenige Probleme im Vertragsrecht hervor. Wichtig ist es, das System der Leistungsstorungen bereits bei der Gestaltung der Smart Contracts zu berucksichtigen. Falls die rechtlichen Vorgaben adaquat berucksichtigt werden, konnen operative Risiken, insbesondere Leistungsstorungen, minimiert werden.
--
Les smart contracts (contrats intelligents) peuvent etre decrits comme des representations numeriques automatisables et executoires d’obligations prevoyant un processus d’execution automatique au moyen d’une technologie de type blockchain. Cet article traite des champs d’application potentiels des smart contracts, parmi lesquels on compte notamment les relations d’affaire standardisables et a long terme ou encore l’execution de contrats de vente. La technologie sur laquelle les smart contracts sont bases presente certains defis juridiques. Les smart contracts servent de complement a la standardisation de relations contractuelles preexistantes et ne soulevent donc que peu de problemes dans le droit des contrats. Il est important de prendre en compte le systeme des perturbations de performance lors de la conception des smart contracts. Pourvu que les prescriptions legales soient adequatement respectees, les risques operationnels, notamment les perturbations de performance, peuvent etre minimises.
In den vergangen Jahren haben Corwd-Sensing-Anwendungen immer mehr an Relevanz gewonnen. Mit der Zunahme von mobilen Geräten nahm auch die Verwendung dieser als Sensoren zur Datenerhebung zu. In dieser Arbeit betrachten wir hierbei die Nutzung eines solchen Systems zur Verfolgung mobiler Objekte. Smart-Contracts bieten seit wenigen Jahren die Möglichkeit, dezentral auf einer Blockchain Anwendungen zu implementieren, welche nicht auf einen einzelnen Server angewiesen sind. Smart-Contracts sind transparent und können außerhalb der ersichtlichen, implementierten Möglichkeiten nicht manipuliert werden. Mobile-Target-Tracking-Anwendungen selbst sind keine Neuheit mehr, wohl aber die dezentrale Ausführung dieser auf einer Blockchain. Im Rahmen dieser Arbeit wurde eine Mobile-Target-Tracking-Anwendung implementiert, welche mithilfe von Crowd-Sensing ein Objekt sucht. Die erfassten Daten werden an den Smart-Contract in der Ethereum-Blockchain gesendet, dort gespeichert und nach Erreichen bestimmter Kriterien ausgewertet. Die korrekten Meldungen sollen vom Smart-Contract mit einem Ether-Betrag belohnt werden. Dazu werden in dieser Arbeit verschiedene Algorithmen zum Finden einer konsistenten Menge von Sichtungen diskutiert. Die Herausforderungen der Implementierung und die Evaluation der entstandenen Smart-Contracts werden in dieser Arbeit vorgestellt.
In this chapter, you will learn how the Corda distributed ledger can be used to cut downtime, cost, and middlemanship in vehicle insurance workflows, bringing transparency and expediting business processes.